sturm
schon im vorfeld des angekündigten orkans sieht es hier ziemlich katastrophal aus.
der sportplatz und der spielplatz stehen komplett unter wasser, überhaupt könnte man von einem dorf zum nächsten über die wiesen kanufahren
der weg vor dem brückelchen wird überströmt von der trüben brühe, und ida entdeckte ein hölzchen, das vom wasser ziemlich schnell in richtung sportplatz davongetragen wurde. ich hab sie zwar gerufen, aber das war vergebens
vielleicht hat sie mich auch nicht gehört, der sturm heult und braust und das wasser rauscht… jedenfalls sauste sie dem stöckchen nach und hat völlig vergessen, dass dort ein tiefer graben ist. schwupps war mein hund verschwunden und tauchte heftig strampelnd wieder auf. dummerweise versuchte sie gegen den strom zu schwimmen, ich dachte schon, ich müsste sie retten. aber dann hat sie es doch allein geschafft. ich hab sie ganz schön trockengerubbelt, das hat sie natürlich wieder genossen
die stimmung draussen ist irre… ich mag ja entfesselte naturgewalten, aber die begeisterung darüber und die sorge vor allem um unsere alte scheune halten sich etwa die waage..
die wolken sind von einem merkwürdigen dunklen grün, was nichts gutes ahnen läßt. aber weil es so stürmt, lockern sie manchmal auf und es wird richtig hell. man hört die sturmböen vom wald her heranbrausen, manchmal raubt einem das richtig den atem.. und wenn sie das haus erreicht haben, spürt man die erschütterung in boden und wänden.
hoffentlich halten die dächer !
gerade während ich schreibe, höre ich die ziegel über mir klappern…
glück…
kommt manchmal ganz klein und leise daher…
..wenn nach einem tag in grau der wind unverhofft den schleier wegreisst, und mit einem blauen fleckchen himmel auch ein sonnenstrahl die welt ganz kurz in farbe taucht…
…wenn das gespräch mit freunden intensiv , lustig, albern und bereichernd ist…
…wenn das alleinsein wohltut, ruhe spüren, gedanken kommen und gehen lassen, dahintreiben…
…in eine arbeit vertieft sein, und dabei die zeit besiegen…
viele kleine momente können zum glück werden, muss man sie nur wahrnehmen und geniessen wenn sie gerade da sind. wie leicht werden sie übersehen auf der jagd nach dem ganz großen glück.
und heute kam das glück auf samtigen pfoten
unsere schmerzlich vermisste madam minou saß mit unschuldsmiene vor der tür, als sei sie nie fortgewesen. wo sie gesteckt hat, werden wir wohl nie erfahren, aber ihrem gewaltigen appetit nach zu urteilen, hat sie wieder ihr neugieriges näschen irgendwo reingesteckt wo sie nichts zu suchen hatte und wurde vermutlich irgendwo eingesperrt… 2 tage unfreiwillige 0-diät , das ist nur mit bestem dosenfutter und jeder menge streicheleinheiten wieder auszubügeln
)
gesprächsfetzen
morgens im zug
“du hast deine mandarine am stück geschält, da darfst du dir was wünschen…oder gilt das nur bei äpfeln?”
“ich wünsch mir, dass diese mandarine ausgezeichnet und süß mundet”….”huuu sauer.gilt wohl nur bei äpfeln…”
“und bananen? wenn man die am stück schält ? ”
” nur wenn man sie anschliessend quer isst”
“mit den kleinen kochbananen kein problem”
” oder man heisst julia roberts” “oder martin schneider, der schafft das auch mit normalen bananen”
“ich leg mal meinen mantel über dich auf die ablage. kann sein, dass dir was auf den kopf fällt, ich hab immer was in den taschen ”
“solange es keine steine sind…”
” doch , steine und kastanien”
“ und regenwürmer?”
“nee, die nich. die sammel ich aber immer von der strasse auf und rette sie vor dem vertrocknen. das ist gut für mein karma”
“wenn du als wurm wiedergeboren wirst, hebt dich bestimmt auch jemand auf”
” genau, das ist der hintergedanke”
“iiih , das ist doch eklig”
” wenns nicht eklig wäre, würde es ja nichts an meinem karma ändern…”
irgendwie ist die fahrt morgens immer viel zu kurz…
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You’re currently reading “gesprächsfetzen,” an entry on wutzis warme worte
- Published:
- 1.14.07 / 12vormittags
- Category:
- alltag, blabla, gespräche, bahnfahren
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sturm
es stürmt
innen wie aussen.
dunkelheit und regen
der winter ist schwer und duster, auch wenn er nicht kalt ist.
kalt und hell wäre besser.
ich wünsch mir
leichten und fröhlichen
hellen
frühling
dunkel
eigentlich sollte man denken, dunkel ist dunkel…
aber wenn man es genauer betrachtet, gibt es ziemlich viele verschiedene arten der dunkelheit…
stilles stockdunkel, irgendwie beängstigend… oder warmes weiches dunkel, vertraut und einhüllend…klare kalte dunkelheit wie eine winternacht… dunkelheit in den gedanken, in den gefühlen , in der seele…
der heutige abendspaziergang war in ein ganz neues dunkel getaucht…irgendwie strahlend… wegen der paar sterne, die zwischen den erstaunlich hellen wattewölkchen hervorleuchteten ? in allen 4 himmelsrichtungen war es noch ein bisschen hell…kommt irgendwo schon der mond ? irgendwie fühlte sich das dunkel heute warm und weich an, die shilhouette von wald und obstbäumen war auch nicht so scharfkantig wie sonst.
und die schleiereule war schon unterwegs, wahrscheinlich hat sie das glockengeläut zur ungewohnten zeit aus ihrem turm gescheucht.
ein warmer weicher dunkler winterabendspaziergang…
kaum zu glauben…
der erste schwarm nach norden zurückkehrender kraniche !!!
zum glück war jemand bei mir, sonst hätte ich an meinem verstand gezweifelt.
bei einem wunderschönen hundespaziergang im sonnenschein hörten wir plötzlich merkwürdige geräusche. ich dachte erst, es wären die raben, die über dem wäldchen herumzankten. und raben haben eine sehr große vielfalt an tönen. es kam aber direkt vom himmel über uns . und dort zog eine v-förmige kette erstaunlich schweigsamer zugvögel. ob die wohl selber etwas irritiert sind über die witterung ? schneegänse waren es nicht, dafür waren es zu viele, und die wenigen rufe, die man hörte waren schon die der kraniche, die wir besonders im frühjahr so gerne hören.
…hoffentlich geht alles gut und ihr habt euch nicht zu sehr geirrt….guten flug….
herbstspaziergang im januar :-)
was gibt es schöneres, als im schlenderschritt unter den bäumen mit frischem nieselregen besprengt zu werden
..in aller ruhe die verschiedenen grüntöne ringsum zu geniessen… bei 7° plus wundert es mich nicht , dunkelgrüne blätter irgendeiner stacheligen pflanze zu finden, das moos sieht herrlich frisch aus und die alten braunen blätter von eiche und buche glänzen vor nässe.
sogar ein paar kleine pilze schauen hervor.
unter den dunklen fichten leuchten giftgrüne flechten und in den zweigen flüstern leise die kleinen wintergoldhähnchen, fast werden sie übertönt vom sturm , der durch die wipfel braust.
bei solchem wetter habe ich den wald ganz für mich alleine… wie eine andere welt
schön ist das. und tröstlich …
stille…
still ists geworden, nach fröhlichen tagen voller trubel und leben.
die gäste sind abgereist und eine gewisse müdigkeit breitet sich aus.
es macht spass zurückzudenken, an das erzählen, spielen , essen trinken, lachen, singen, musikmachen,spazierengehen , feiern . willkommenheissen und abschiednehmen…
lieben dank an alle die da waren, es war so schön und harmonisch, so originell und lustig wie ich mir das neue jahr für uns alle wünsche !
kommt bitte bald wieder !!
neu
ein neues jahr….
und was dazugehört , es gebührend zu empfangen :
nette menschen, menschen die man liebt und menschen die man gerne bei sich hat…
ein gutes essen in gemütlicher umgebung mit gesprächen und wein und kerzenschein…
ein fass kölsch
…
lecker nachtisch…
ein kleines orakel …
gute vorsätze? nee, muss nich…
feuerwerk, wenns sein muss auch im strömenden regen…
vorfreude auf das neue, das vor uns liegt …
hab ich was vergessen ?…
es war ein schöner abend, alles rund und lustig , und so soll es auch werden, das jahr 2007.
das wünsche ich auch allen, die dies lesen
)


