pubertät
eine lärmende horde halbwüchsiger , ein geschrei und ausgelassenes getobe – und in gebührendem abstand die eltern, die mit lauter stimme zu mehr vorsicht mahnen. irgendwie menschlich.
nur die uhrzeit ist erstaunlich – 6.00 uhr in der frühe - da ist das jungvolk normalerweise noch nicht ansprechbar.
es sei denn, es handelt sich um flügge gewordene meisenkinder
. im wipfel der sonst so ruhigen kiefer saust es nur so auf und ab, ein flügelschlagen ein gezwitscher. lassen sich die eltern normalerweise von mensch und hund in die flucht schlagen … der meisennachwuchs begleitet uns sogar ein stück des weges, von halm zu halm im gaukelflug hangelnd und unbeeindruckt von den aufgeregten aber vergeblichen warnungen ihrer eltern.
auf dem rückweg dann eine andere familie, sie sehen zwar mit ihren clowngesichtern etwas lustiger aus, die kleinen distelfinken, aber sie stehen , schwankend auf rapsschoten balancierend, schweigend spalier.
und um das maß voll zu machen hören wir über uns die tiefen stimmen von 5 raben. mit leise sausendem flügelschlag, immer wieder blickkontakt zueinander aufnehmend schweben sie über uns hinweg. 5 auf einmal , das scheint auch ein familienausflug zu sein.
es war der tag des flüggewerdens, der elternverzweiflung und des jugendlichen übermuts
fast wie daheim…


