leben

November 7, 2007 at 7:05 (alltag, gedanken, herbst, hoffnung, natur)

gerade als ich heute aus dem deprimierenden  zimmer eines schwerkranken patienten herauskam, auf dem krankenhausflur erstmal luft geholt und zum fenster hinaus in den grauen novembertag geschaut habe, blieb mein blick an der herrlichen alten buche im park hängen.

nur noch wenige blätter hängen in den zweigen, und der baum wirkt so stark und unerschütterlich . irgendwie ewig.

da sehe ich doch etwas kleines rotbraunbuschiges den stamm emsig hinauf- und hinunterflitzen … ein knuffiges eichhörnchen saust immer wieder an die kleinen äste und dann den stamm hinauf bis in die krone. weil die blätter fehlen, kann man deutlich das nest sehen, das von dem kleinen pelztierchen eifrig ausgebessert wird. es wirkt dabei ausgesprochen fröhlich und gutgelaunt und so herrlich lebendig.

was für ein kontrast.

 hier ein elendes sterben, und dort das quirlige leben , voller pläne und hoffnung…

6 Kommentare

  1. derbaum sagte,

    ganz einfach zu sagen wäre „that´s life“ – aber ob es so einfach ist? auch eine buche (stellvertretend für alle bäume) ist nicht so standfest wie man meinen mag….

  2. corii sagte,

    Ich kann mir vorstellen wie sehr dir der Kontrast in dem Moment bewusst geworden ist

    @derbaum: einfach ist es sicher nicht…aber es ist schön, dass es noch Menschen gibt, denen derartige Situationen überhaupt noch bewusst werden.

  3. wutzi sagte,

    danke ihr beiden !
    aber immerhin hat der baum mich gestärkt und dem eichhörnchen bietet er schutz und heim…

  4. derbaum sagte,

    @ corii

    stimmt, ganz besonders, da morgen samhain ist….

  5. corii sagte,

    Musste mich zwar erstmal informieren, was samhain ist…aber ja…vielleicht hast du recht

  6. derbaum sagte,

    und hast du ein gedeck mehr aufgelegt?

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