die wilde else
den rücken fest an die schwarze felswand gepresst, unsichere füße auf nassem , moosbewachsenen basalt, mir stockt der atem , nicht nur vom steilen aufstieg , der wind saust erbarmungslos , raubt mir die luft.
nur keine angst !
am himmel toben graue wolkengeister und tief unten ächzen die fichten im wind. steil ist es . und kalt.
nur keine angst !
eine ahnung erst , ich kann sie spüren, mit kalten händen greift sie nach den frevlern, die ihr haus betreten , und schon ist sie sichtbar, in weissen fetzen fegt sie durch die baumwipfel und lässt sie zittern, der fels scheint zu schwanken !
nur keine angst! die else holt nur die ängstlichen …
ich hole tief luft, breite die arme aus und löse mich von der schützenden wand.
ein lachen, ein sausen, es rüttelt und zerrt an meiner kleidung
die mutige ist willkommen .
dann tanzt sie davon , um den berg herum , wild und unbeherrscht, lachend und …
liebend


