das morgenreh

Juli 1, 2008 at 4:17 (Uncategorized)

heute früh war die luft noch sehr frisch, direkt kühl aber voller duft nach frisch gemähtem gras mit einer kleinen ahnung von heu. es ist unglaublich , welche vielfalt von grün es gibt, bäume, sträucher, gräser kräuter, getreide, jeder halm scheint seinen eigenen farbton zu haben, von dunkel, fast schwarz des waldes bis hin zum blassblaugrün im weizen. wie gerufen übt familie grünspecht mit dem sprößling das fliegen. die eltern sind schon schimpfend in richtung obstbäume davongeflogen, in ihrem seltsam plumpen rhythmischen flug, der kleine schmale spechtteenie sitzt noch auf dem boden mit seinem frechen roten deckel auf dem kopf und läßt uns ganz schön nahe heran. dann, mit einem satz, hängt er am weidepfosten und von dort folgt er hastig und ebenso schwerfällig seinen eltern.
eigentlich bin ich ein bisschen traurig. gestern abend hörte ich einen schuß, als ich schon im bett lag. so nahe, das kann nur hier gewesen sein. mein morgenreh … eine ideale zielscheibe für einen jäger… ich suche die ränder der felder ab nach spuren des nächtlichen dramas. da taucht ein gesicht auf aus dem weizen, wie beim kasperletheater. große augen, noch größere ohren .. mein morgenreh…völlig unversehrt.
jetzt scheint der himmel noch blauer und der gesang der goldammer noch schöner…    http://flickr.com/photos/wutzi/2627737593/

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